In Sousse auf den Spuren aus 1001 Nacht wandeln

Mit einer malerischen Medina aus dem 9. Jahrhundert, traumhaften Stränden und von Palmen gesäumten Straßen hat Sousse etwas von 1001 Nacht. Die tunesische Hafenstadt am Golf von Hammamet muss man einfach mögen! Auch, weil die tunesische Großstadt in Sachen Freizeit, Kultur und Unterhaltung kaum Wünsche offen lässt. Sousse verbindet Traditionen und modernes Leben auf besondere Weise. Auf der einen Seite die von hohen Mauern umgebene Altstadt, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Auf der anderen Seite das pulsierende Leben einer modernen Großstadt mit Einkaufsvierteln, Bars und modernen Bauten. Was immer man in Sousse sucht – enttäuscht wird man bestimmt nicht. Von A wie Aktivurlaub bis Z wie zauberhafter Orient ist in Sousse alles drin.

Die Mittelmeerstadt bietet neben Sonnenbaden auch Kultur vom Feinsten und quirlige Altstadtgassen. Zu den absoluten Highlights gehört die altehrwürdige Medina. Dass sie sich in einen Hang schmiegt, erleichtert Ortsunkundigen die Orientierung, denn welchen Weg man auch wählt: Man landet immer an einem der Tore in der Stadtmauer. Nach Überlieferungen soll dieses schmucke Relikt der Vergangenheit im Jahre 859 vollendet worden sein. Lässt man sich den Berg hinauf treiben, trifft man aufs Bab el Gharbi, das Westtor. In entgegengesetzter Richtung stößt man auf das Bab el Jedid und kommt am Hafen heraus. Und wer mehr Richtung Norden driftet, steht am Haupttor an der Place Farhat Hached. Innerhalb des historischen Stadtwalls kommt man aus dem Fotografieren kaum heraus. Es gibt unendlich viele Motive, darunter der Ribat mit dem hohen Wachturm und die imposante Moschee – beides soll noch einige Jahre älter als die Stadtmauer sein. Schon beim Kofferpacken sollte man übrigens daran denken, für den Besuch religiöser Orte wie der Moschee, lange Hosen bzw. einen langen Rock mitzunehmen. Frauen müssen außerdem eine Kopfbedeckung tragen, beispielsweise ein Tuch. Apropos einpacken: Auch wenn Sousse mit seinen tollen Stränden im Umland auf dem afrikanischen Kontinent liegt, bedeutet das nicht automatisch badetaugliche Temperaturen. So kann man die Badesachen von November bis Mai getrost zu Hause lassen, es sei denn die Wassertemperaturen von 18 Grad und weniger lassen einen kalt. Dazu kommen zwischen Dezember und Februar Lufttemperaturen, die im Tagesdurchschnitt selten die 15-Grad-Marke knacken.

Wie auch andere Freizeitsportler finden Golfer in Sousse und Umgebung optimale Bedingungen. Eine der herrlichen Golfanlagen befindet sich beispielsweise im an Sousse grenzenden Port el Kantaoui. Dieser vom Architekten Ronald D. Fream konzipierte 27-Loch-Platz gehört zu den schönsten Golfplätzen Tunesiens. Hier schlägt man mit Blick auf das Meer ab, und zwar inmitten einer beeindruckenden Parklandschaft zwischen Dünen und Hügeln. Wer sich nach kräftezehrenden Aktivitäten stärken möchte oder vielleicht zu denen gehört, die auf jeder Reise die einheimische Küche probieren, findet in Sousse viele Restaurants, die Hausmannskost servieren. Das typischste Gericht Tunesiens – Couscous – schmeckt sicher überall etwas anders. Schließlich gibt jeder Koch seinem Essen eine besondere Note – und sei es auch nur mit einer leicht abgewandelten Würzmischung. Die meisten Gerichte Tunesiens besitzen eine gewisse Schärfe. Die liegt an einer besonderen Paste, mit der die Köche fast jedes Gericht veredeln – Harissa. Wer es weniger scharf mag, sagt das besser gleich beim Bestellen …

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