Kroatien – urige Natur, herrliche Strände und fesselnde Geschichte

Planschen im strahlend blauen Wasser der Adria. Warme Sonnenstrahlen auf der Haut spüren. Grandiose Wasserfälle bestaunen. Durch bezaubernde Tropfsteinhöhlen stromern. Skilaufen auf Naturschnee. Wandern in urwüchsiger Natur. So stellt man sich doch sein Urlaubsparadies vor, oder? Wie wäre es dann also mal mit Kroatien? Das kleine Land, einst jugoslawische Teilrepublik und in der Landessprache Hrvatska genannt, zieht sich von den Dinarischen Alpen über die Pannonische Tiefebene bis an die Adriaküste hin.

Weiße Sandstrände wechseln sich am Meer mit spektakulären Klippen ab, verträumte Buchten laden zum Träumen ein. Mehr als 1.200 Inseln umspielen die Küsten, nur wenige davon – wie Cres, Krk und Brač – sind bewohnt. Mehr als ein Drittel des Landes überziehen dichte, scheinbar unberührte Wälder. Die Kroaten schützen ihren Naturreichtum in zahlreichen Nationalparks, Naturreservaten und Naturschutzgebieten – insgesamt gibt es knapp 500 solcher Areale, und das auf einer Festlandfläche viel kleiner als Bayern. Kroatien ist nicht nur reich an Naturschönheiten, sondern auch an Kulturschätzen und liebenswerten Städten. Bis zu 30 Grad heizt die Sonne im Sommer die Strände auf, gönnt aber in der Gebirgsregion jedem bei maximalen 20 Grad zugleich etwas Abkühlung. Nun sind die Entfernungen zwischen den Stränden im Süden und dem Gebirge zwar immens und nicht unbedingt geeignet, mal fix hin und her zu pendeln. Doch genau deshalb sollte man sich entscheiden, ein paar Tage Bade- oder Tauchurlaub mit einer Tour ins Landesinnere zu kombinieren. Oder man plant am besten gleich eine Rundreise mit Abstechern auf die Inseln und in die schönsten Städte. Dann erlebt man die abwechslungsreichen Landschaften in ihrer umwerfenden Schönheit fast nebenbei. Vielerorts lohnt es sich, die Gegend zu Fuß zu erkunden. So stößt man auf faszinierende Höhlen, wie beispielsweise die Lokve-Höhle oder auf Krk die Rudine-Höhle. Am Unterlauf der Krka bei Sibenik in Dalmatien und im Nationalpark Plitvitzer Seen donnern an vielen Stellen schäumend Wassermassen über die Felsen – Wasserfälle vom Feinsten, an deren Fuß man manchmal sogar baden darf. Auf der Tour kommt man auch durch eher spärlich bewachsene Gegenden, in denen umso schöner Obstplantagen gedeihen und wo die Bäume Maulbeeren, Feigen oder Lorbeeren tragen. Nahezu exotisch mutet die Pflanzenwelt Istriens und der Inseln mit ihren majestätisch erscheinenden Zypressen, lieblich duftenden Mandel- und Orangenbäumen sowie allerlei fremdländischen Gewächsen an.

Wen zwischendurch die Bewegungslust packt, der kann das inmitten herrlicher Natur voll ausleben. Entlang der Strände bieten Wasser- oder Strandsportarten ebenso viele Gelegenheiten, wie das übrige Kroatien: Man kann tauchen, wandern, aufs Rad steigen, durch Weinberge spazieren oder sich im Klettern probieren. Wer sich traut, geht vielleicht auf einem der wilden Flüsse Raften oder stürzt sich im Kajak durch die Wasserläufe im Gebirge. Beim Streifzug durch Kroatien fällt vielleicht auf, dass im Norden des Landes vieles an Österreich und Ungarn erinnert – insbesondere wegen der barocken Bauweise. Ganz anders präsentiert sich der Süden, wo bis heute venezianische Einflüsse sichtbar sind. Auch eine entsprechend unterschiedliche Mentalität und Lebensweise der Bewohner bleibt bei einer Rundreise nicht unbemerkt. Ein Blick in die Geschichte zeigt den Grund dafür: Viele Herrscher prägten das Land, darunter Römer, Ungarn, Osmanen sowie die Republik Venedig, Franzosen und die Habsburger.

Besonders viele historische Hinterlassenschaften beherbergen Dubrovnik, Split und die Hauptstadt Zagreb.