Papua-Neuguinea – eine Reise ins Paradies am Ende der Welt

Für alle, die gern uns unbekannte Kulturen kennenlernen, es im Urlaub warm mögen und noch dazu das Fliegen lieben, ist vielleicht Papua-Neuguinea genau das Richtige. Direktflüge dorthin gibt es von Deutschland aus allerdings nicht. Eine der schnellsten Routen in den nördlich von Australien gelegenen Inselstaat führt über Singapur. Bevor man dann auf dem Jacksons International Airport unweit von Port Moresby, der Hauptstadt von Papua Neuguinea, landet, dauert es gut eineinhalb Tage. Fliegen kann man aber beispielsweise auch über einige australische Flughäfen, über Hongkong, Tokio, Manila oder Denpasar. Wer ohnehin eine längere Rundreise plant, erreicht Papua-Neuguinea außerdem von den Fidschi-Inseln oder den Salomonen aus. Innerhalb des Landes kommt man dann mit der einheimischen Airline Air Niugini gut weiter, die täglich Anschlussflüge zu den zahlreichen inländischen Flughäfen anbietet. Wer die lange Anreise auf sich nimmt, landet in einem exotischen Paradies mit weißen Traumstränden, einer ungewöhnlichen Tier- und Pflanzenwelt und faszinierenden Landschaften. Papua-Neuguinea zählt mit insgesamt rund 463.000 Quadratkilometern flächenmäßig zu den weltweit größten Inselstaaten.

Zum Unabhängigen Staat Papua-Neuguinea gehören der östliche Teil der Insel Neuguinea, die sich das Land mit Indonesien teilt, sowie weit über 1.000 weiteren Inseln. Gut drei Viertel des Staates überdecken erloschene oder aktive Vulkane und schroffe Gebirgsketten, die stellenweise steil in grüne Täler abfallen. Die höchste Erhebung, der 4.509 Meter hohe Mount Wilhelm auf der Hauptinsel, kann über zwei Routen bestiegen werden. Auch Hochgebirgs- und Regenwälder prägen das Gesicht des Inselstaates und es gibt sogar einige schneebedeckte Hochebenen. Mangrovensümpfe, weitläufige Flussmündungen und reißende Ströme sind auf Papua-Neuguinea ebenfalls zu finden. Und natürlich auch einige paradiesische Strände mit weißem Puderzuckersand. Im tropischen Klima entwickelte sich in dieser vielseitigen Landschaft der Inseln eine überwältigend facettenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Es sollen um die 11.000 Pflanzenarten sein, die hier gedeihen, darunter etwa 2.500 Orchideen. Zur ebenso faszinierenden Tierwelt gehören bis zu 600 Vogelarten, mehr als 400 verschiedene Amphibien- und fast 500 Schmetterlingsarten. Außerdem kommen auf Papua-Neuguinea etwa 180 Säugetierarten, darunter zahlreiche Beuteltiere, vor.

Bei ausgedehnten Wander- oder Trekkingtouren stößt man nicht nur auf diese unvorstellbar reiche Flora und Fauna, sondern bekommt auch einige weitere Naturschönheiten wie den Lake Murray, das Höhlensystem von Mama Kanda, die Flusslandschaft des Sepik oder die Wasi Wasserfälle im Hochland zu Gesicht. Zudem begegnet man immer wieder einheimischen Stämmen. Bis zu 1.000 verschiedene Volksgruppen – mit jeweils eigener Sprache, individuellen Bräuchen und Kultur – gibt es auf Papua Neuguinea, zu 90 Prozent leben diese im unwegsamen Bergland. Wer zufällig bei einem der vielen Feste auf den Inseln dabei sein kann, bekommt eine Vorstellung von den überaus farbenfrohen Ritualen der Einheimischen. Zu den besonderen Sitten der Volksgruppen gehören neben ganz individuellen Lebensweisen die besonderen Strukturen der Dörfer, beispielsweise mit symbolträchtigem Männerhaus und Zeremonienplatz oder auffallend bemalten Korambo mit extrem spitzen Dachkonstruktionen. Aufgehen wird das Herz auf Papua-Neuguinea auch Tauchern, denn die gesunden Korallenriffs von Raja Ampat gehören zu den facettenreichsten und unberührtesten der Welt. Nirgends sonst tummeln sich vergleichsweise viele Steinkorallenarten, und entsprechend bunt ist auch die restliche Unterwasserwelt. Wer sich nicht nass machen möchte, bestaunt die Pracht eben vom Tauchboot aus.