Rumänien – in knapp zwei Stunden in ein beeindruckendes Land

Schwarzes Meer, Karpaten, Moldau und Pannonische Tiefebene laden in Rumänien zu Freizeitaktivitäten aller Art ein. Städte verwöhnen mit Kulturangeboten, Museen und historischen Zentren – allen voran die Hauptstadt Bukarest. Vor allem Literatur und Film machten einige Landstriche weltberühmt – wer hat noch nicht von der Walachei oder Transsilvanien (Siebenbürgen) gehört? In Rumänien findet man für jeden Anspruch ein passendes Reiseziel. Badeurlaub, Wandern, Klettern, Wassersport, Skilaufen, Radtouren – mit seinen beeindruckenden Landschaften ermöglicht Rumänien das alles.

Kenner nennen Rumänien gelegentlich den „Garten der Karpaten“. Warum? Weil das Land voller unberührter, gesunder Natur steckt, die eine Artenvielfalt aufweist, wie sie in Europa kaum ein zweites Mal vorkommt. Endlose, dichte Wälder, Hochebenen und Hochgebirge. Dazu das Schwarze Meer als Garant für einen herrlichen Badeurlaub. Und nicht zu vergessen das Donaudelta mit seinem Labyrinth aus Wasserläufen, Seen, Sumpf- und Schilflandschaften. Unter den mehr als 300 hier heimischen Vogelarten gibt es viele sehr seltene. In den Karpaten liegt eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Europas. Hier zu wandern birgt allerdings das Risiko, ganz unvermittelt Bären oder Wölfen zu begegnen. Immer mehr Gebiete erschließt Rumänien für einen bewusst sanften Tourismus. Dazu gehören der Königstein und der Retezat Nationalpark. In Transsilvanien begegnet man ganz sicher nicht Dracula, der Fantasiefigur aus Bram Stokers Roman. Dafür finden sich in der Region aber unzählige Dörfer, in denen man dem ursprünglichen Rumänien und seinen Traditionen auf die Spur kommt. Und überhaupt bietet das Balkanland landschaftlich eine nahezu unerschöpfliche Vielfalt: Satte 245 Kilometer Schwarzmeerküste liegen auf rumänischem Territorium. Flach fallen die weißen Sandstrände zum Meer ab und bieten damit auch Familien mit Kindern optimales Badevergnügen. Zu den schönsten Badeorten zählen Portiza,  Mamaia, Constanta, Eforie, Tuzla, Vama Veche und Costinesti. Zwischen Brasov und Petrosani erstrecken sich die  Süd-Karpaten mit ihren schroffen Felsen und einem hochalpinen Charme. Hier ragt mit dem 2.544 Meter hohen Moldoveanu Rumäniens höchster Gipfel auf. Ein ideales Terrain für alle, die echte Herausforderungen suchen. Doch auch, wer nicht gerade Bergsteiger, Kletterer, Alpin-Wanderer oder Mountainbiker ist, sollte diese Region besuchen. In Sinaia lädt beispielsweise Schloss Peles, Sommerresidenz von König Karl I., ein. Außerdem gibt es zahlreiche Klöster und weitere Sehenswürdigkeiten, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Umgeben von den Karpaten liegt Transsilvanien – auch Siebenbürgen genannt – im Herzen Rumäniens. Beide Namen haben etwas mit dem zu tun, was hier vorzufinden ist. Transsilvanien geht auf die vorzeitliche Bezeichnung zurück, die sich in etwa mit „Jenseits der Wälder“ übersetzen lässt. Siebenbürgen hingegen verweist auf die sieben Burgen, die einst die Grenzen sicherten. Wie auch immer man den Landstrich nennt: Hinfahren lohnt auf jeden Fall, um auf den Spuren der hier einst herrschenden Sachsen zu wandeln.

Zu besichtigen gibt es gut erhaltene Burgen, dazu beschauliche Dörfer und die traumhafte Atmosphäre der Städte, von denen viele mit ihren mittelalterlichen Stadtkernen überraschen. Und nicht zu vergessen: Castelul Bran (Törzburg) – Schloss des Grafen Dracula aus dem 14. Jahrhundert. Es ähnelt mit seinen vielen Türmen sowie ungezählten Schießscharten allerdings eher einer Burg. Ein weiteres Highlight wartet in der Region Maramures: Von den vielen Holzkirchen hier gehören einige zum UNESCO- Weltkulturerbe.