Russland – weites Land, urwüchsige Landstriche und aufregende Städte

Weites Land und aufregende Städte mit großer Geschichte erwarten Neugierige in Russland, dem flächenmäßig größten Land der Erde, das sich über zwei Kontinente erstreckt. Im einstigen Zarenreich finden sich vor allem in Moskau und Sankt Petersburg imposante Bauwerke und Museen mit einmaligen Schätzen. Die sehr unterschiedlichen Regionen Russlands auf eigene Faust zu erkunden, lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn dazu so einige bürokratische Hürden zu überwinden sind. In dem riesigen Land gibt es nicht nur neun Zeitzonen, sondern auch Landstriche, in denen man tagelang durch herrliche Naturlandschaften reisen kann, ohne jemandem zu begegnen. Endlose Ebenen wechseln sich mit Flussdeltas, hügeligen Gebieten und Gebirgsregionen ab. In abgelegenen Dörfern trifft man auf Bewohner, die Jahrhunderte alte Traditionen und nicht selten ganz eigene russische Dialekte pflegen. Russland bietet jedem sein individuelles Reiseziel – egal, ob man sich nun mehr für Geschichte oder Schöngeistiges interessiert, Ruhe und Abgeschiedenheit sucht oder zu den Aktivurlaubern gehört. Wer es einrichten kann, sollte im Mai/Juni oder im Herbst nach Russland reisen. In Moskau, St. Petersburg und anderen Städten herrschen dann angenehme Temperaturen und auch in abgelegenen Regionen, beispielsweise entlang der transsibirischen Route, lässt es sich zu dieser Zeit aushalten.

Moskau – Russlands Hauptstadt und zugleich größte Stadt des Landes – fasziniert mit einem überwältigenden kulturellen Angebot, umwerfenden Shoppingmöglichkeiten sowie Sehenswürdigkeiten und Museen aller Art. Sankt Petersburg, das lange Zeit Leningrad hieß, beeindruckt an der Newa besonders mit seinen Palästen und Schlössern aus der Zarenzeit sowie den Weißen Nächten Ende Juni. Ein besonderes Abenteuer ist eine Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn, für die es längst auch erschwingliche Angebote gibt. Auch vom Wasser aus kann man Russland erleben, denn auf großen Flüssen wie Wolga, Ob oder Jenissei bieten Reedereien Kreuzfahrten an. Gebirgsluft lässt sich beispielsweise im westsibirischen Altai Gebirge schnuppern, das touristisch bestens erschlossen wurde. Und zum Badeurlaub lädt Russland natürlich auch ein – vorzugsweise in Badeorte wie Anapa oder Tuapse am Schwarzen Meer. Ein besonderes Naturschauspiel gibt es auf Kamtschatka: Im etwa zwei mal vier Kilometer langen Tal der Geysire – einer Vulkanregion – sprudeln rund 200 Naturquellen. Um die 90 davon schießen Fontänen heißen Wassers bis zu 30 Meter hoch in die Luft.

Der gesamte Naturpark Kluchevsko auf Kamtschatka lädt zu aktiver Erholung ein. Seit 1996 gehört er als Naturdenkmal zum UNESCO-Welterbe. Ein anderes Phänomen ließe sich mit „Am tiefsten. Am saubersten. Am ältesten.“ umschreiben: Geschätzte 25 bis 30 Millionen Jahre gibt es ihn schon, den Baikalsee. Damit soll das sibirische Gewässer der älteste See der Welt sein. An seiner tiefsten Stelle misst er 1.637 Meter – angeblich gibt es keinen tieferen See auf der Erde. Ach ja, und der sauberste See soll es auch sein. Doch all diese Superlative geraten schnell in Vergessenheit, wenn man entlang des Ufers dieses 70 Kilometer von Irkutsk entfernten Sees wandert, sich hier zum Picknick niederlässt oder die Angel auswirft. Den Baikalsee muss man einfach gesehen haben – denn einmalig schön und dazu unberührt ist die Natur ringsum auf jeden Fall. Russlands höchster Berg befindet sich im Kaukasus, bringt es auf 5.642 Meter und heißt Mount Elbrus. Eine interessante Herausforderung für alle Kletterbegeisterten, denn genau betrachtet besitzt der Mount Elbrus einen zweiten Kopf, der östlich 5.621 Meter aufragt.