Sardinien – Urlaubsparadies mit vielen Möglichkeiten

Um die zwei Stunden sitzt man von Deutschland aus im Flieger nach Sardinien. Direktflüge bieten mehrere Airlines von vielen deutschen Airports aus zu den Flughäfen Olbia, Cagliari oder Alghero auf der italienischen Insel an. So landet man nach kurzer Zeit in einem kleinen Paradies, das für Sonnenanbeter, Naturinteressierte und Aktivurlauber gleichermaßen viel bietet. Obwohl mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von rund 270 Kilometern und einer Ost-West-Ausdehnung von um die150 Kilometer eher klein, hält Sardinien eine Fülle reizvoller Landstriche, historischer Stätten und faszinierender Ortschaften bereit. Egal, wo man sich gerade befindet: Ein schöner Küstenstreifen wartet in der Nähe ganz bestimmt immer. Sei es in der Umgebung der Hauptstadt Cagliari im Süden, wo sich beispielsweise bei Pula und Villasimius besonders lange, breite Strandabschnitte die Küste entlangziehen.

Oder sei es die Ostküste, wo unter anderem bei Tortoli, Barisardo oder Cardedu Strandfeeling pur wartet. Wem im Westen der Insel nach Sonnenbaden ist, kann an der Costa Verde ins Wasser springen. Romantisch von Felsen umrahmte Sandbuchten liegen zudem im Nordosten Sardiniens an der Costa Smeralda. Bei San Teodoro, mit dem Auto rund 30 Minuten von Olbia entfernt, findet man beispielsweise weißen Strand und kristallklares Wasser. Natürlich lässt es sich an den Küsten nicht nur herrlich faulenzen, sondern es locken auch alle möglichen sportlichen Angebote am Strand und im Wasser. Auf das ursprüngliche, scheinbar unberührte Sardinien trifft man in der zentral gelegenen Provinz Nuoro. Hier kann man die Bergwelt der Insel und so manche historische Region erkunden. Etwas weiter südlich verzaubert die Sarrabus-Gerrei-Region mit Hügeln, Bergmassiven, salzigen Lagunen und idyllischen Strandbuchten entlang der Südostküste – bekannt als Costa Rei. In dieser Region sehenswert für Architekturinteressierte: das in den Neunzigern mitten in die Natur gebaute Villagio Rocca Sant Elmo, ein autofreies Dorf direkt am Strand. Eine besonders typisch südländische Vegetation mit immergrüner Macchia und stattlichen Pinienwäldern fasziniert südlich der Inselhauptstadt Cagliari. Inmitten dieser Herrlichkeit findet man Fotomotive vom Feinsten: Berge, Meer und die Ebene von Pula.

Zwischen Cagliari, Elmas, Assemini und Capoterra erstreckt sich darüber hinaus ein außergewöhnliches Naturparadies: die rund 15.500 Hektar große Salina di Santa Gilla. Hier schnattert und zwitschert es an allen Ecken und Enden, schließlich leben hier seltene Wasservögel wie Stelzenläufer, Rosaflamingos und Kormorane. Ansonsten ist es ringsum still. Ein herrliches Gebiet, mit seinen größeren und kleinen Salzseen ideal zum Wandern und Entspannen. Auch die Pflanzenwelt ist sehenswert, denn was hier gedeiht, ist sehr speziell. Salicornia fruticosa, ein bis zu einem Meter hoher Busch, wächst beispielsweise in dieser Region. Die Costa del Sud fasziniert mit bis zu 25 Meter hohen Sanddünen in der Baia Chia – einem Paradies für Sonnenanbeter, Surfer und Taucher. Interessante Städtchen zum Shoppen findet man auf Sardinien natürlich auch. Große Bummelmeilen mit Boutiquen, Cafés, Schuh-, Schmuck- und Souvenirgeschäften sowie Restaurants ziehen vor allem in Cagliari, Olbia und Sassari an. Mit Museen, von denen sich viele Kunst, Archäologie oder Geschichte widmen, wartet die gesamte Insel auf. Etwas ausgefallenere Sammlungen gibt es allerdings auch, unter anderem im Maskenmuseum Mamoiada, im Menhir-Museum Laconi, im Messermuseum Arbus und im Spielzeugmuseum Ales.