Schnell mal nach Amsterdam

Nicht länger als 90 Minuten braucht der Flieger von Hamburg, Berlin, Leipzig oder Stuttgart nach Amsterdam. Und kaum in der niederländischen Hauptstadt gelandet, weiß man kaum, was man zuerst machen soll. Es gibt einfach so unendlich viel zu entdecken! Schon das besondere Flair dieser Stadt hinterlässt bleibende Eindrücke: Kaum eine Hauswand, kaum ein Brückengeländer, an dem nicht mehrere Reihen Fahrräder stehen.

Dazu die zauberhaften Grachten mit ihren Brücken und die liebevoll gestalteten Hausboote, die entlang vieler Straßen die Ufer säumen. Nicht zuletzt warten in Amsterdam ungezählte Märkte auf Neugierige. Allen voran natürlich der berühmte Blumenmarkt, wo neben Blumen und Pflanzen auch allerlei Setzlinge, Knollen, Samen und Zwiebeln zu haben sind, die jedem Hobbygärtner das Herz aufgehen lassen. Apropos: Shoppen macht in der Stadt an der Mündung der Amstel so richtig Laune. Es gibt große Shopping-Tempel, edle Boutiquen, riesige Souvenir-Shops – und vor allem viele kleine Läden in den Seitenstraßen, die auch so manch Skurriles im Angebot haben. Und auch mit einem, allerdings nicht ganz leicht zu findenden, Hard-Rock-Café wartet die eher kleine Metropole auf.

Wer genug vom endlosen Schlendern durch die Stadt hat und so langsam aus dem Staunen über die zahlreichen, meist wirklich genialen Straßenkünstler herauskommt, kann in einem der ungezählten Straßencafés und Restaurants verschnaufen oder sich der Kultur zuwenden. Mehr als 60 Museen sollen es insgesamt sein in Amsterdam. Darunter einige sehr spezielle wie beispielsweise das Hausboot- oder das Tropenmuseum, das Museum „Our Lord in the Attic“ mit sakraler Kunst, das archäologische Allard-Pierson-Museum oder TIN, das Theater-Museum. Doch auch die großen holländischen Meister geben sich in Amsterdamer Museen die Ehre. Das Rijksmuseum, größtes Museum des Landes, beherbergt unter anderem Werke von Frans Hals, Jan Vanmeer, Jan Stehen und Jacob van Ruysdael. Nicht zu vergessen Rembrandt van Rijn, dessen berühmtes Gemälde „De Nachtwacht“ die Ausstellung zeigt.

Wen die alten Meister faszinieren, der muss unbedingt auch das „Van Gogh Museum“ besuchen, in dem weit über 500 Zeichnungen und mehr als 200 Gemälde Vincent van Goghs zu sehen sind. In dieser weltweit größten Exposition seiner Werke sind beispielsweise Selbstporträts, Landschaften und Stilleben – darunter die legendären „Sonnenblumen“ – zu sehen. An dieser Stelle alle Museen aufzuzählen würde den Spaß am Entdecken nehmen. Hervorzuheben wären aber noch das Anne-Frank-Haus und „Madame Tussaud“. Noch zwei Tipps für alle, die Amsterdam besuchen: Am besten erkundet man die erstaunlich kleine Metropole zu Fuß. Auf Wassertaxi oder Straßenbahn kann man getrost verzichten. Und es lohnt sich, in die „Museumkaart“ ein paar Euro zu investieren. Damit spart man beim Eintritt in die Museen wirklich Geld.