So schnell kann’s gehen – in 12 Stunden nach Hollywood

Ach ja, einmal nach Hollywood … Stars und Sternchen begegnen … Die legendären Studios sehen … In Erinnerungen an persönliche Kino-Highlights schwelgen … Warum sich nicht endlich diesen Traum erfüllen? Non-Stopp dauert ein Flug von Deutschland nach Los Angeles etwa 12 Stunden, Unterkünfte gibt es in der kalifornischen Metropole für jedes Budget. Und: Los Angeles bietet sehr viel mehr als die „Traumfabrik“. L.A. beeindruckt nämlich auch mit einem besonderen, weil überaus multikulturellen Flair und lockerem Lifestyle. Mit Kunst und Kultur geizt die Stadt mit ihren knapp vier Millionen Einwohnern ebenso wenig, wie mit Restaurants und Shoppinggelegenheiten. Zudem hat es die Natur mit der in einer hügeligen Landschaft gelegenen Metropole besonders gut gemeint, denn es gibt viel Grün, Traumstrände und hohe Berge. Hollywood allein ist also nicht Los Angeles, auch wenn der Mythos der Branche überall gegenwärtig wirkt.

Wer also dafür neben „Hollywood-Seeing“ noch Zeit findet … Besonders nah scheint man den Stars auf drei der weltberühmten Boulevards zu kommen: Sunset Blvd., Hollywood Blvd. und Melrose Avenue. Zugegeben, es hat schon was, mit gesenktem Blick über den Walk of Fame am Hollywood Boulevard zu schreiten oder im Vorhof des Grauman’s Chinese Theaters seine Hand- oder Fußabdrücke mit denen von Weltstars wie Clark Gable, Sandra Bullock oder Arnold Schwarzenegger abzugleichen. Das Dolby Theatre, das jährlich die ganz Großen zur Oscar-Verleihung empfängt, gehört ebenfalls zu den besonderen Fotomotiven. Spannend auch, Locations von Filmen oder Serien erstmals mit eigenen Augen zu sehen. Beispiele gefällig? „Two and a Half Men“-Charlies Strandhaus in der Malibu Colony Road, der „Pulp Fiction“-Diner am Hawthorne Boulevard oder das „Nakatomi Hochhaus” aus „Stirb langsam”, das im richtigen Leben allerdings „Fox Plaza“ heißt und in der Avenue of the Stars steht. Vor allem Actionfilmfans vertraut erscheinen dürften in Downtown auch der 2nd Street Tunnel unter dem Harbor Freeway und das betonierte Flussbett des Los Angeles River, letzteres gut zu sehen von der 4th Street aus. Hier spielten sich in zahlreichen Produktionen die actiongeladenen Autoverfolgungsszenen ab.

Abgesehen von solchen Fotos will man zuhause natürlich auch schöne Schnappschüsse vom Hollywood-Schriftzug herumzeigen. Aber, es ist gar nicht so einfach, eine wirklich gute Stelle für das perfekte Motiv zu finden – und das, obwohl die weißen Buchstaben in den Hollywood-Hills etwa 15 Meter hoch sind und der gesamte Schriftzug es auf rund 137 Meter Breite bringt. Recht gute Perspektiven bieten sich am Ende des Mulholland Highway und vom Aussichtspunkt am Canyon Lake Drive. Einfacher – wenn auch etwas geschummelt – kommt man vor der Posterwand in den Universal Studios zum Zug. Die gehören ja wegen ihres Erlebnispotenzials ohnehin zum Pflichtprogramm jedes Los Angeles-Besuches. Auf der Studio-Tour gibt es hier jede Menge Film-Sets und -Requisiten zu sehen, dazu diverse Shows und ein 4-D-Kino. Mit etwas Glück erhascht man sogar einen Blick auf laufende Dreharbeiten. Wer sich dann noch mit der für wenige Dollar erhältlichen „Star Map“ – oder einer der vielen angebotenen Bustouren – auf den Weg durch die Beverly Hills macht, sieht, wo die echten Hollywood-Stars wohnen. Allerdings: Zu viel sollte man sich davon nicht erwarten, denn meist fällt der Blick verständlicherweise nur auf hohe Hecken, Tore oder Mauern.