Sydney – da muss man wenigstens einmal im Leben hin

Rund 17.000 Kilometer und mindestens 20 Stunden Reisezeit liegen zwischen Deutschland und Australiens heimlicher Hauptstadt Sydney. Wer sich davon abschrecken lässt, verpasst allerdings eine der aufregendsten Metropolen der Welt. Sehenswürdigkeiten wie das Sydney Opera House, die Harbour Bridge oder das Queen Victoria Building und nicht zuletzt das Wolkenkratzermeer hat sicher jeder schon mal auf Bildern gesehen. Doch Sydney kennt man deshalb noch lange nicht. Flächenmäßig fast doppelt so groß wie Berlin beherbergt die Stadt an Australiens Südostküste gut 4,5 Millionen Einwohner. Fast jeder dritte von ihnen wanderte nach Down Under ein, und noch mehr Sydneysider haben ihre Wurzeln außerhalb Australiens. So verwundern die von unterschiedlichsten Nationalitäten überaus vielfältig geprägten Stadtviertel Sydneys nicht. In Leichhardt oder Five Dock begegnet man beispielsweise der Kultur Italiens. In Marrickville oder Earlwood ließen sich zahlreiche Griechen nieder, in Bankstown und Lakemba Einwanderer aus dem Libanon und auffallend oft Koreanisch spricht man in Strathfield oder Campsie. Ein Chinatown gibt es in Sydney natürlich ebenfalls: Eine große chinesische Gemeinde lebt in Haymarket. Darüber hinaus finden sich in Sydney auch jüdisch, irisch, indisch oder vietnamesisch geprägte Stadtteile.

So trifft man nach einem Flug um die halbe Erdkugel also auf eine Stadt, in der Kultur, Lebensgefühl und Traditionen aus aller Welt verschmelzen. Genau das macht Sydney so aufregend und spannend. Ihre enorme Anziehungskraft verdankt die sonnenverwöhnte Hauptstadt des australischen Bundesstaates New South Wales vermutlich auch ihrer traumhaften Lage. Denn die Natur verwöhnte Sydney und das Umland mit sanfter Hügellandschaft, grünen Tälern und strahlend weißen Sandstränden an der Pazifikküste. Der auch als Sydney Harbour bekannte Port Jackson, der zu den weltweit bedeutendsten Naturhäfen zählt, entstammt ebenfalls einer Laune der Natur. In diesem rund 55 Quadratkilometer großen Areal mit dem „Coathanger“, wie Einheimische die berühmte Brücke nennen, und dem ebenso bekannten Opernhaus kann man Stunden verbringen. Zum Beispiel damit, die 200 Stufen zum Pylon Lookout hinaufzusteigen, um einen spektakulären Blick über das Hafengebiet zu erhaschen. Spaß macht auch eine Rundfahrt durch den weitläufigen Hafen, bei der es vom Wasser aus die Hafeninseln und einiges mehr zu entdecken gibt. Wer sich für Kultur interessiert, lässt sich vielleicht durch das Opernhaus führen oder ergattert mit etwas Glück sogar Karten für eine Aufführung.

Sehenswert ist zudem der 1816 gegründete Royal Botanic Garden, ganz in der Nähe des markanten weißen Bauwerks. In diesem größten von drei Botanischen Gärten in Sydney gedeihen tropische und orientalische Pflanzen ebenso wie Kräuter, Rosen und Kakteen. Vielleicht ruht man sich auf einer der Wiesen im Park ein Weilchen aus, bevor es ins Getümmel der geschäftigen Innenstadt geht. Hier warten gigantische Shoppingmeilen mit kleineren Läden und riesigen Arkaden voller Geschäfte, im Stadtviertel The Rocks gemütliche Cafés und Restaurants. In einer Bucht des riesigen Hafens findet man Darling Harbour, ein modern gestaltetes Viertel mit Einkaufsmöglichkeiten, Hotels und einigen Restaurants. Zudem lädt hier das Sydney Aquarium zu einer Exkursion durch die Unterwasserwelt Australiens ein, die in den verschiedenen Regionen des Landes eine riesige Artenvielfalt hervorbrachte. Viel zu sehen gibt es auch vom Sydney Tower aus: Auf rund 250 Metern Höhe befindet sich die Aussichtsplattform. Und wer abends so richtig was erleben will, begibt sich am besten nach Kings Cross, das von Nachtclubs bis hin zu feinen Restaurants für jeden das Passende bietet. Eine Spur zu spießig? Dann auf nach Manly – ins Backpacker- und Surfer-Paradies mit seiner urigen Kneipenszene.

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